Mittwoch, 12. August 2020

A. S. Byatt

 

Sheffield
                                                        Bild von Stanislav Hedvik auf Pixabay

A.S. (Antonia Susan) Byatt (24.8.1936 - 16.11.2023) wurde als ältestes von vier Kindern in Sheffield geboren. Ihr Vater war der Richter und Schriftsteller John Frederick Drabble. Mit 13 Jahren macht sie ihre ersten Schreibversuche. 1957/58 war sie ein Jahr in den USA, danach widmete sie sich an der Oxford University ihrem Promotionsvorhaben über die englische Literatur des 17. Jh., was sie wegen Heirat und der Geburt ihrer ersten beiden Kinder abgebrochen hat.

1964 feierte sie mit ihrer Erzählung "Shadow of a Sun" ihren ersten literarischen Erfolg. Diese und auch der folgende Roman „The Game“ sind autobiografisch – Thema sind eine schwierige Vater-Tochter-Beziehung und geschwisterliches Konkurrenzdenken. Erst zehn Jahre später (1978) – zwischenzeitlich ließ sie sich scheiden und ihr Sohn starb mit neun Jahren – begann sie mit "Die Jungfrau im Garten" - eine vierbändige Chronik von Englands "zweitem elisabethanischen Zeitalter" seit 1953.

Ihren Durchbruch hatte sie erst im Jahr 1990 mit ihrem Roman "Besessen". Nachdem sie vorher eher negativ beurteilt wurde, wurde sie nun von der britischen Literaturkritik frenetisch gefeiert und erhielt Literaturpreise. Die meisten ihrer Werke kamen auch auf den deutschen Markt.

Seit 1986 ist A. S. Byatt Mitglied im PEN-Club. Sie ist in zweiter Ehe mit Peter J. Duffy verheiratet, mit dem sie zwei Kinder hat. Aus erster Ehe lebt noch eine Tochter.

Donnerstag, 6. August 2020

Isabel Bolton

Isabel Bolton wurde am 6. August 1883 in New London, Connecticut, als Mary Britton Miller geboren.

Ihre Eltern starben an Pneumonie (Lungenentzündung), als Mary Britton vier Jahre alt war und ihre Zwillingsschwester Grace ertrank mit 14 Jahren. Mary Britton Miller wurde von verschiedenen Verwandten aufgenommen und besuchte ein Internat in Cambridge, Massachusetts.

Die Familie mied sie wegen ihrer schriftstellerischen Ambitionen. Nach einem dreijährigen Aufenthalt in Europa, hauptsächlich in Italien, wurde ihr ein uneheliches Kind nachgesagt.

Als sie in die Vereinigten Staaten zurückkehrte, zog sie nach Manhattan. Hier schrieb sie Gedichte für Kinder und Erwachsene. Ihr erster Roman "In the Days of Thy Youth" hatte die emotionale Bindung eines Zwillingspaares zum Thema, fand allerdings kaum Beachtung.

Später, mit 62 Jahren, legte sich Mary Miller das Pseudonym Isabel Bolton zu. Mit diesem Namen veröffentlichte sie drei erfolgreiche Romane. Diese wurden später als die New York Mosaik Trilogie bekannt. Dass sie so einen Erfolg hatte, ist auch dem bekannten Kritiker Edmund Wilson zu verdanken, der Isabel Bolton in der Nachfolge von Henry James und Virginia Woolf sah.

Isabel Bolton gehörte zeitweise der Künstlerkolonie Yaddo an.

Am 5. April 1975 starb Isabel Bolton in New York. Sie geriet in Vergessenheit. Erst seit 1997 wurde man wieder auf sie aufmerksam und ihre Werke gelten nun als Klassiker der modernen amerikanischen Literatur.