Freitag, 2. Januar 2026

Deborah Hopkinson: Von einem Mädchen, das das Schreiben liebte - Jane Austen

Übersetzt von Nora Schröder
Illustriert von Qin Leng

Buchinfo

Es ist eine allgemein anerkannte Tatsache, dass Jane Austen eine der brillantesten Schriftstellerinnen aller Zeiten ist. Deswegen wird es dich bestimmt überraschen, dass Jane als Kind ein einfaches Leben führte. Sie wohnte mit ihren sieben Geschwistern in einem turbulenten Haushalt, beobachtete die Welt und las so viel sie konnte. Denn Jane liebte Bücher!
Aber am liebsten erfand sie ihre eigenen Geschichten. Tief in ihrem Herzen hatte Jane einen großen Traum: Sie wollte Schriftstellerin werden. Das war für junge Frauen zu jener Zeit gar nicht so einfach. Doch Jane gab nicht auf...
Heute, 250 Jahre später, kennen Menschen auf der ganzen Welt ihre Geschichten.

Zitat

Geschichten zum Lesen gab es genug.
Die Bibliothek ihres Vaters umfasste fünfhundert Bücher (fast alle von Männern geschrieben).
Jane, die nur wenige Jahre in eine Schule gehen konnte, machte die Bibliothek zu ihrem Klassenzimmer.
Sie verschlang alles,
von Geschichtsbüchern über Gedichte bis hin zu Biografien, aber am meisten liebte sie Romane.

 

Alexandra Harris: Virginia Woolf

Buchinfo

1907, im Alter von fünfundzwanzig Jahren und als Schriftstellerin, die noch nichts veröffentlicht hatte, musste sich Virginia Stephen noch alles beweisen. Sie sah sich an eine Weggabelung gekommen: „Ich werde entweder unglücklich oder glücklich sein, mich wortreich und sentimental verbreiten oder aber ein solches Englisch schreiben, dass die Seiten einmal Funken sprühen.“ Und Virginia Woolfs Prosa hat Funken geschlagen, vielleicht brennt sie heute sogar heller denn je. Alexandra Harris erzählt die Geschichte einer jungen Frau mit Notizbuch, die zu einer der größten Schriftstellerinnen aller Zeiten wurde. Virginia Woolfs Leben war in jedem Augenblick intensiv; es war mutig, unabhängig von Konventionen und von psychischem Leid gezeichnet. Die Biografie wirft Schlaglichter auf die einschneidenden Ereignisse dieses Lebens, zeichnet die künstlerische Entwicklung Woolfs nach und gibt Einblick in ihre Gedankenwelt. Sie führt uns von einer strikt getakteten viktorianischen Kindheit zur geistigen und künstlerischen Freiheit der Bloomsbury-Boheme und zu den immer neuen schriftstellerischen Herausforderungen, denen sich Virginia Woolf mit Leidenschaft hingibt. Diese fachkundige und hochspannende Einführung in das Leben und Schaffen Virginia Woolfs betrachtet jeden Roman im Kontext seiner Entstehung und führt uns vor Augen, warum diese einzigartige Autorin noch siebzig Jahre nach ihrem Freitod durch unsere Gedanken spukt und uns inspiriert.

Buchbeginn

Viktorianer: 1882-1895
Als Virginia Stephen im großen elterlichen Schlaffenster im ersten Stock des Hauses Hyde Park Gate Nummer 22 in Kensington zur Welt kam, lebten dort bereits sehr viele Menschen. Ihre Eltern, Julia und Leslie Stephen, hatten beide Kinder aus einer früheren Ehe. Gerald und George waren Julias Söhne aus ihrer Verbindung mit Herbert Duckworth; die beiden verbrachten zwar den Großteil des Jahres im Internat, wurden aber bei Ferienbeginn immer tränenreich empfangen. 

Elke Heidenreich: Wo Frauen schreiben

Buchinfo

"Alles wird notiert, Ideen, Gedanken, einzelne Wörter, Sätze, und manchmal - hui - eine ganze Geschichte." - Elke Heidenreich

Welches Lebensgefühl strahlen die Schreibrefugien von Frauen aus, und wie färben diese auf ihr Leben und Schreiben ab?
Dieses Buch bietet erhellende Einblicke für alle, die sich für die lebendige Welt der Buchstaben interessieren. Es zeigt Bilder der Lebensräume von Frauen, ihre Orte, wo sie beim Schreiben ihr ganz eigenes Glück finden.

Buchbeginn
Elke Heidenreich
Das Glück am eigenen Schreibtisch

Eigentlich ist die Frage ja nicht nur, wo, sondern wie Frauen ihre Bücher schreiben. Früher war das eine Sache von Tinte und Papier. Dazu braucht man einen festen Tisch für's Tintenfass, eine Unterlage für das Papier, sowas ließ sich in Postkutschen und auf Reisen nicht gut machen. Wahrscheinlich schrieben Frauen in der Küche, waren sie begütert, im Salon, sonst in ihrem Schlafzimmer - auf dem Bett, wie die kranke Colette? Oder stand da ein Schreibtisch?

Zitat
"Ich habe mir nie vorgenommen, zu schreiben. Ich habe damit angefangen, als ich mir nicht anders zu helfen wusste." - Herta Müller