Samstag, 10. Januar 2026

Willa Cather: Meine Antonia (1918)

Aus dem Englischen von Stefanie Kremer
Anaconda, 2023

Buchinfo
Nebraska, die Prärie der Great Plains: Hier lebt das Mädchen Antonia, seit sie mit ihrer Familie aus Böhmen in die USA eingewandert ist. Die mühevolle Existenz als Siedler schmeckt nicht jedem, doch die zupackende Antonia liebt die Weite und Ursprünglichkeit der Landschaft und erschafft sich allen Widrigkeiten zum Trotz ihr ganz eigenes Stück neue Heimat. Davon erzählt in der Rückschau ihr Jugendfreund Jim Burden, der eines Tages loszog, sein Glück in den Städten der Ostküste zu suchen. Dieser Roman rund um eine starke junge Frau voller Pioniergeist ist ein Klassiker der amerikanischen Literatur.

Buchbeginn
Das erste Mal hörte ich von Antonia während einer schier endlosen Reise durch die riesigen Ebenen Nordamerikas. Ich war damals zehn Jahre alt; innerhalb eines Jahres hatte ich Vater und Mutter verloren, und meine Verwandten in Virginia hatten mich zu meinen Großeltern geschickt, die in Nebraska lebten. Ich reiste in der Obhut von Jake Marpole, einem Jungen aus den Bergen und Gehilfen auf der Farm meines Vaters am Fuß der Blauen Berge, der nun nach Westen fuhr, um für meinen Großvater zu arbeiten. Jake hatte noch nicht viel mehr von der Welt gesehen als ich. Bis zu jenem Morgen, an dem wir uns aufmachten, unser Glück in einer neuen Welt zu versuchen, war er noch nie mit dem Zug gefahren. 

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