Donnerstag, 21. Mai 2026

Barbara Sichtermann und Ingo Rose: Frauen, einfach genial - 18 Erfinderinnen, die unsere Welt verändert haben

Fantastische Erfindungen

Die Welt ist voller phantastischer Erfindungen. Erfindungen, die man damals wie heute wohl kaum mit einer Frau in Verbindung bringen würde. Bis lange ins 20. Jahrhundert hinein wirkten Frauen vorwiegend für die Familie. Und doch, oder gerade deshalb, konnte es geschehen, dass die Kreativen unter ihnen Dinge erfanden - für Haushalt, Kindererziehung, Körperpflege oder Mode. Aber auch in männliche Domänen wagten sich einige Mutige. Die Schauspielerin Hedy Lamarr entwickelte in den 1930er Jahren eine Fernsteuerung für Torpedos, deren Prinzip noch heute in Geräten wie dem Funktelefon genutzt wird. Auch der Scheibenwischer, den Mary Anderson austüftelte, der Paketfallschirm von der Luftfahrtpionierin Käthe Paulus und das Tortendiagramm von Florence Nightingale kommen nicht aus der häuslichen Welt.

In Vertretung der vielen einfallsreichen Frauen sei hier eine näher vorgestellt: Josephine  M. Cochrane, die Erfinderin des Geschirrspülers.

Josephine M. Cochrane wurde am 8. März 1839 in Ashtabula County, Ohio, in den USA geboren. Bis zum Tod ihres Mannes lebte sie im Wohlstand. Sie hatte Angestellte, die alle häuslichen Arbeiten verrichteten, doch waren sie unachtsam im Umgang mit dem wertvollen Familien-Porzellan. So übernahm die Dame des Hauses den Abwasch lieber selbst, obwohl sie diese Arbeit hasste. 

So entstand die Idee zu einer Maschine, die das Geschirr reinigen sollte. Nachdem ihr Mann 1883 gestorben war und ihr 1000 Dollar hinterlassen hatte, begann sie mit der Umsetzung ihres Vorhabens. Mit Hilfe des Eisenbahnmechanikers George Butters entwickelte sie die erste funktionierende Geschirrspülmaschine. Auf der Weltausstellung in Chicago erhielt sie dafür 1893 einen Preis für "die beste mechanische Konstruktion, Haltbarkeit und Zweckentsprechung". 

Zunächst interessierten sich vor allem Restaurants und Hotels für die neue Erfindung. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Geschirrspülautomat so erschwinglich, dass er auch in Privathaushalten Einzug hielt.

Zwar konnte Josephine Cochrane von den Erträgen ihrer Erfindung leben, doch musste sie dafür viel reisen und Kundenkontakte pflegen. Das lag ihr wenig. Sie war viel mehr eine Erfinderin als Unternehmerin. Kurz vor ihrem Tod sagte sie: "Wenn ich gewusst hätte, was ich heute weiß, hätte ich nie den Mut gehabt, anzufangen."

Josephine M. Cochrane starb am 3. August 1913 im Alter von 74 Jahren.

 
Knesebeck, 2010
128 Seiten
ISBN-10: ‎3868731172
ISBN-13: ‎978-3868731170 

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