Sonntag, 21. Juni 2026

Luisa Francia

 Die Autorin und Filmemacherin Luisa Francia (2. August 1949 in Markt Grafing, heute Grafing bei München geboren) gilt als eine der bekanntesten Vertreterinnen des spirituellen Feminismus und der feministischen Hexenbewegung im deutschsprachigen Raum. Diese entstand in den 1980er Jahren am Schnittpunkt von Neuheidentum, Frauenbewegung und alternativer Spiritualität. Wie die US-amerikanische Autorin Starhawk vertritt Francia innerhalb dieser Strömung eine sozialistische und feministische Position.

2025 erwarb das Literaturarchiv Monacensia in München ihren künstlerischen Vorlass. Dieser umfasst mehr als dreißig handschriftliche Manuskripte und Typoskripte, Notizbücher, Fotografien, Video- und Super-8-Aufnahmen, Flugblätter sowie weitere Dokumente aus mehreren Jahrzehnten ihres literarischen und politischen Wirkens. Zum Bestand gehören zudem Korrespondenzen mit Persönlichkeiten der bayerischen Kultur- und Literaturszene wie Herbert Achternbusch, Annamirl und Josef Bierbichler sowie Franz Dobler. Briefe der US-amerikanischen Autorin Cathy Acker und der Künstlerin Nancy Spero dokumentieren darüber hinaus Francias internationale Vernetzung innerhalb der feministischen Avantgarde. 

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Wichtiger Hinweis

Seit dem 25. Mai 2018 gilt auch in Deutschland die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO).

Mit der Abgabe eines Kommentars erklärt Ihr euch einverstanden, dass personenbezogene Daten (z.B. IP-Adresse, Standort des Logins etc.) eventuell abgespeichert und für Statistiken von Google weiterverarbeitet werden.

Beim Absenden eines Kommentars für weitere Benachrichtigungen auf Folgekommentare erklärt ihr euch ebenfalls einverstanden, dass personenbezogene Daten (z.B. IP-Adresse, Standort des Logins etc.) abgespeichert werden.