Josephine Tey (25. Juli 1896 - 13. Februar 1952) schrieb Kriminalromane und war Theaterautorin. Als Theaterautorin schrieb sie unter dem Pseudonym Gordon Daviot.
Ihre heutige Bekanntheit basiert auf den Krimis, doch sie selbst sah sich eher als Theaterautorin.
Buchinfo
London in den 1920er-Jahren: Großes Gedränge vor dem Theater im West End, die Karten für die letzten Aufführungen des Musicals sind heiß begehrt. Da sackt ein junger Mann inmitten der Menge zusammen, in seinem Rücken steckt ein Dolch. Niemand der Umstehenden will von der Tat etwas mitbekommen haben. Und wer ist das Opfer überhaupt? Ein Fall für Inspector Grant von Scotland Yard, dessen Ermittlungen sich mühsam genug anlassen. Die Schottin Josephine Tey (1896–1952) überwand die Grenzen, die dem Krimi-Genre zu ihrer Zeit gesetzt waren, und schuf mit ihrem ersten Fall für Inspector Grant einen klugen Roman voll überraschender Wendungen.
Buchbeginn
Es war zwischen sieben und acht Uhr an einem Märzabend. Überall in London wurden Kinos und Theater geöffnet. Die Anhänger von Thespis und Terpsichore standen geduldig in Viererreihen vor den Toren des Versprechens. Hier und da gab es natürlich keine Kolonnen. Vor dem ,Irving' standen zum Beispiel nur fünf Leute auf den beiden Eingangsstufen; griechische Tragödie war nicht sonderlich beliebt. Vor dem ,Playbox' war überhaupt niemand. Im ,Arena' trat seit drei Wochen ein Ballett auf. Hier hatten sich zehn Personen für Galerieplätze und eine lange Schlange für das Parterre angestellt.
Anaconda Verlag, 2024
Übersetzt von Alfred Dunkel
192 Seiten
ISBN-10: 3730614088
ISBN-13: 978-3730614082
Originaltitel: The Man in the Queue (1929)

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